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In der Arbeit „Parlando“ lauscht ein neuronales Netz dem Rauschen eines Flusses und erkennt darin Fragmente menschlicher Sprache. Das animistische Ritual des Fluss-Lauschens wird von einer Maschine zur Spracherkennung übernommen.
Aus dem Fluss der Worte, die aus den Klängen und Geräuschen des Wasser „ausgelesen“ werden, entsteht ein neuer, eigenständiger Text.

In der Arbeit werden die Grenzen der KI (die nur herauslesen kann, was sie entsprechend ihrer Programmierung „zu hören glaubt“) zur Triebfeder der künstlich-poetischen Text–entstehung. Indem das Rauschen des Flusses als menschliche Stimme interpretiert wird, wird es tatsächlich zum Text und zur vermeintlich versteckten Botschaft des gluckernd-parlierenden Wassers.

Technik:
Spektrale Klanganalyse, Deep learning, Video;