entworfen als Denkmal für die 1938 vertriebenen jüdischen Bewohner
im Rahmen des Wettbewerbs "Servitengasse 1938"


Die Namen der Vertriebenen bleiben, einmal ausgesprochen,
als anhaltender Hallklang im Raum stehen.

Eine begehbare Klanginstallation ist Quelle und Resonanzraum
für diesen Hallklang. Durch die Raumarchitektur – eine doppel-
wändige konkave Form – wird nach außen nur der Hall hörbar,
erst beim Eintreten ins Innere der Klanginstallation lösen sich
die Namen, die diesen Hall erzeugen, aus dem Klang heraus.
Im Mittelpunkt der Kugel ist jeder einzelne Name klar und deut-
lich vernehmbar.

Erinnern und Gedenken wird als Prozess eines schrittweisen
Nähergehens, Nachgehens, Einprägens der einzelnen Namen
nachvollzogen. Das von außen ins Unspezifische verschwim-
mende, polyphone Klangbild wird mit dem Eintreten ins Innere
zum identifizierbaren Detail – So soll auch der Weg vom "all-
gemeinen, verschwommenen" Gedenken hin zu einem konzen-
trierten Vorgang verdeutlicht werden.

Das Denkmal besitzt durch die akustische Ebene eine zeitliche
Komponente, die dem Erstarren von Geschichte entgegenwirken
soll und das Gedenken als Prozess der aktiven Beteiligung zum
Ausdruck bringt.

Akustik:
Die Lautsprecher zwischen den Wänden erzeugen den Hallklang,
der durch die Zwischenräume der Wände nach außen dringt, die
Lautsprecher innen senden die Namen, die durch die konkave
Form den Mittelpunkt im Innern der Kugel fokussieren.

Video: