Das Báthorykleid ist ein aus medizinischen Schläuchen
gewebtes Kleid, das unter Verwendung von Einwegspritzen
und Druckluft mit roter Flüssigkeit gefüllt wird.

Das Kleid entstand in der Auseinandersetzung mit der
Figur des weiblichen Vampirs, dessen histori
schen Vor-
bildern (insbesondere der Person der Elisabeth Báthory)
und der literarischen Verwertung, die bis heute bestimmte
Bilder einer monströsen Weiblichkeit prägt.

Die Gegensätze des Grausamen und Schönen, das Zu-
sam
menspiel von Pathologie und Ästhetik, der schein-
bare
Widerspruch zwischen Weiblichkeit und Gewalt fließen
in die Performance,
die Inszenierung und das Objekt ein.

Der Prozess der Metamorphose, bei dem das farblose
Kleid rot befüllt wird, verweist als optische Verwandlung
auf den Umschwung von einem neutralen zu einem
aufgeladenen Moment.

Die Geschwindigkeit, mit der die Flüssigkeit sich im Kleid
aus
breitet und es dabei färbt, macht die Performance
zur Verwandlung.
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